INEL auf dem Akademientag 2016

Unter dem Titel "Kuratieren und analysieren - Eine Infrastruktur zur Dokumentation indigener nordeurasischer Sprachen" stellt sich das INEL-Projekt im Rahmen einer Projektstraße auf dem Akademientag, am 18.Mai 2016 in Hamburg vor
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Indigene Nordeurasische Sprachen

Das INEL-Projekt dokumentiert und untersucht Sprachen aus den Sprachfamilien Uralisch (Selkupisch, Kamassisch, Nenzisch, Komi) und Altaisch (Dolganisch, Evenkisch, Sibirisch-Tatarisch) sowie die isolierte Sprache Ketisch

Korpuslinguistik

Verwendung moderner, korpuslinguistischer Methoden

INEL (Eine Infrastruktur zur Dokumentation indigener nordeurasischer Sprachen) ist ein auf auf 18 Jahre angelegtes Langzeitvorhaben im Rahmen des Akademieprogramms der Bundesrepublik Deutschland das von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg zusammen mit der Freien Universität Hamburg durchgeführt wird und dessen Laufzeit im Januar 2016 begonnen hat.

Das Projekt wurde von Prof. Dr. Beata Wagner-Nagy (Universität Hamburg, Institut für Finnougristik/Uralistik, Hauptantragstellerin) sowie von Dr. Michael Rießler (Skandinavisches Seminar Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und der Geschäftsführung des Hamburger Zentrums für Sprachkorpora (Hanna Hedeland und Timm Lehmberg) beantragt.

 

 

INEL language map

Im Nordeurasische Raum existiert eine Vielfalt von Sprachen und Dialekten, die lediglich von wenigen Bewohnern der Region noch aktiv gesprochen werden und zum Teil sogar akut bedroht sind.

Mithilfe moderner und interdisziplinärer Methoden der digitalen Datenaufbereitung werden bestehende Sprachressourcen zusammengetragen, teilweise nacherhoben, digitalisiert und mit einer Fülle weiterer linguistischer Informationen angereichert.
Die daraus entstehenden werden in einem infrastrukturellen Verbund der wissenschaftlichen Öffentlichkeit dauerhaft online zugänglich gemacht.

Jenseits seiner linguistischen Ausrichtung leistet das Projekt durch die Adaption existierender Verfahren und die Integration neuer Fachcommunities einen wichtigen Beitrag für die Digital Humanities und die internationale Infrastrukturlandschaft.