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INEL Kickoff-Workshop 2016

03.-04. November 2016
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Indigene Nordeurasische Sprachen

Das INEL-Projekt dokumentiert und untersucht Sprachen aus den Sprachfamilien Uralisch (Selkupisch, Kamassisch, Nenzisch, Komi) und Altaisch (Dolganisch, Evenkisch, Sibirisch-Tatarisch) sowie die isolierte Sprache Ketisch

Korpuslinguistik

Verwendung moderner, korpuslinguistischer Methoden

INEL („Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“ (Indigenous Northern Eurasian Languages)) ist ein auf 18 Jahre angelegtes Langzeitvorhaben im Rahmen des gemeinsam von Bund und Ländern finanzierten Akademienprogramms, das von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg in Kooperation mit der Universität Hamburg durchgeführt wird. Das Vorhaben wurde im Januar 2016 begonnen; seine Laufzeit ist auf 18 Jahre angelegt. Das Akademienprogramm wird von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert.

 

Das Projekt wurde von Prof. Dr. Beata Wagner-Nagy (Universität Hamburg, Institut für Finnougristik/Uralistik, Hauptantragstellerin) sowie von Dr. Michael Rießler (Skandinavisches Seminar Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und der Geschäftsführung des Hamburger Zentrums für Sprachkorpora (Hanna Hedeland und Timm Lehmberg) beantragt.

 

 

Im Nordeurasische Raum existiert eine Vielfalt von Sprachen und Dialekten, die lediglich von wenigen Bewohnern der Region noch aktiv gesprochen werden und zum Teil sogar akut bedroht sind.

Mithilfe moderner und interdisziplinärer Methoden der digitalen Datenaufbereitung werden bestehende Sprachressourcen zusammengetragen, teilweise nacherhoben, digitalisiert und mit einer Fülle weiterer linguistischer Informationen angereichert.
Die daraus entstehenden werden in einem infrastrukturellen Verbund der wissenschaftlichen Öffentlichkeit dauerhaft online zugänglich gemacht.

Jenseits seiner linguistischen Ausrichtung leistet das Projekt durch die Adaption existierender Verfahren und die Integration neuer Fachcommunities einen wichtigen Beitrag für die Digital Humanities und die internationale Infrastrukturlandschaft.