INEL („Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“ (Indigenous Northern Eurasian Languages) ist ein auf 18 Jahre angelegtes Langzeitvorhaben im Rahmen des gemeinsam von Bund und Ländern finanzierten Akademieprogramms [1], welches von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften [2] koordiniert wird. Das Projekt wird von der Akademie der Wissenschaften in Hamburg [3] in Kooperation mit der Universität Hamburg [4] durchgeführt.
Ziel des Projektes, das seine Arbeit zu Beginn des Jahres 2016 aufgenommen hat, sind das Auffinden und die Erschließung sprachlicher Ressourcen ausgewählter indigener Sprachen und Varietäten des nordeurasischen Raumes. Diese einzigartigen Daten werden unter Einsatz aktueller Methoden der Datenaufbereitung digital kuratiert, teilweise nacherhoben, mit einer Fülle weiterer linguistischer Informationen angereichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei fungiert INEL als Brücke zwischen der Erforschung indigener Sprachen und den internationalen Partnerinstitutionen.