Arbeit mit indigenen Muttersprachlern: Forschungsaufenthalt jenseits des Polarkreises

Vom 11.07. bis 20.08.2017 werden Wissenschaftler aus Hamburg eine Forschungsreise nach Dudinka im äußersten Norden Sibiriens antreten, um mit Muttersprachlern des Dolganischen verschiedene Sprachmaterialien aufzuarbeiten. Dolganisch ist eine der Sprachen, die im Langzeitforschungsvorhaben „Grammatiken, Korpora und Sprachtechnologie für indigene nordeurasische Sprachen“ der Akademie der Wissenschaften in Hamburg untersucht wird. Im Rahmen dieses Projektes werden verschiedene Sprachmaterialien des Dolganischen gesammelt, digitalisiert und mit linguistischen Informationen bereichert.

Das Ziel der Reise von Chris Lasse Däbritz, wissenschaftlicher Mitarbeiter im genannten Projekt, und Eugénie Stapert, Gastwissenschaftlerin, ist es einerseits, mit Muttersprachlern vorhandene Sprachaufnahmen zu verschriftlichen und ungelöste Fragen und Probleme in dem Sprachmaterial zu klären sowie andererseits, Daten zu den Sprechern und soziolinguistische Daten der Sprechergemeinschaft zu erheben und zu vervollständigen.